Du hast Lust, mit der KonMari-Methode zu starten? Großartig! Doch bevor du direkt Schränke leer räumst oder Kisten durchwühlst, ist es wichtig, sich gut vorzubereiten. Denn KonMari ist kein schnelles „Samstag-mal-eben-Aufräumen“-Projekt, sondern eine bewusste Reise hin zu mehr Klarheit und Leichtigkeit.
Heute zeige ich dir, was du vor dem Start beachten solltest, welche innere Haltung dir hilft, wie du dir Zeitfenster einplanst, welche Materialien sinnvoll sind – und ob (und wie) du deine Familie einbeziehst.
Was du vor dem ersten Schritt beachten solltest
Bevor du loslegst, frage dich: Warum will ich aufräumen?
- Willst du mehr Ordnung und weniger Stress im Alltag?
- Möchtest du dich von Ballast trennen?
- Oder einfach dein Zuhause neu gestalten?
Diese innere Motivation ist wichtig, weil sie dich durch den gesamten Prozess trägt – gerade dann, wenn es anstrengend wird. Halte deinen Grund schriftlich fest, z. B. in einem Notizbuch*.
Die richtige innere Haltung
KonMari ist mehr als „wegwerfen“. Es geht um Achtsamkeit und Dankbarkeit. Jedes Teil, das du in die Hand nimmst, hat einmal einen Zweck erfüllt – selbst wenn es nur eine kurze Freude oder eine wichtige Lektion war. Mit dieser Haltung fällt es dir leichter, Dinge loszulassen, ohne Schuldgefühle zu haben. Statt „Ich muss das loswerden“ heißt es: „Ich darf Platz schaffen für Dinge, die mir wirklich guttun.“
Zeitmanagement – Zeitfenster einplanen
KonMari funktioniert am besten, wenn du dir bewusste Zeitblöcke einplanst.
- Starte mit kleinen, realistischen Einheiten (z. B. 2–3 Stunden für die erste Kategorie „Kleidung“).
- Blocke dir feste Termine im Kalender, damit du kontinuierlich dranbleibst.
- Sei dir bewusst: Es geht nicht an einem Wochenende – KonMari ist ein Prozess.
Mein Tipp als Mama: Plane Zeiten ein, in denen du ungestört bist (z. B. wenn die Kinder in der Schule, Kita oder im Bett sind). So kannst du dich voll konzentrieren.
Material & Checklisten
Du brauchst kein großes Ordnungs-Besteck, um loszulegen – aber ein paar Dinge helfen:
- Kisten oder Taschen für Dinge, die gehen dürfen (Spenden, Verkaufen, Entsorgen).
- Notizbuch oder Checkliste, um deine Fortschritte festzuhalten.
- Marker oder Post-its, falls du Dinge kennzeichnen möchtest.
- Eine gute Playlist oder Ruhe, je nachdem, was dich motiviert.
Am wichtigsten: Hab schon vorher einen Plan, wohin mit den aussortierten Dingen. Ein klarer Weg verhindert, dass Kisten wochenlang herumstehen.
Familie einbeziehen – oder lieber nicht?
Das ist eine der meistgestellten Fragen.
- Zuerst du allein: Starte am besten mit deinen eigenen Dingen. So bekommst du Sicherheit im Prozess und kannst Vorbild sein.
- Partner & Kinder: Je nach Alter und Offenheit kannst du sie später einbeziehen. Wichtig ist, niemanden zu drängen. KonMari funktioniert nur, wenn jeder selbst entscheidet, was bleibt.
- Familienregeln: Vereinbart z. B., dass jeder seinen eigenen Bereich bearbeitet. So respektiert ihr gegenseitig die Entscheidungen.
Gerade mit Kindern kann es schön sein, wenn sie spielerisch lernen: „Welche Spielsachen machen mir Freude?“
Die richtige Vorbereitung ist der Schlüssel, damit dein KonMari-Projekt nicht im Chaos endet. Mit klarer Motivation, der passenden Haltung, festen Zeitfenstern und ein wenig Organisation im Vorfeld wird der Weg zu mehr Ordnung nicht nur leichter, sondern auch erfüllend.
Auch hier stelle ich dir eine Checkliste zur Verfügung:

Im nächsten Beitrag steigen wir in die erste Kategorie ein – Kleidung. Denn damit beginnt jede KonMari-Reise. 🧺