Ordnung in den eigenen Dokumenten zu schaffen, klingt leichter gesagt als getan. Bei Kleidung oder Büchern fällt uns das Ausmisten oft leichter – doch bei Papieren wird es schnell kompliziert: Rechnungen, Versicherungsunterlagen, Verträge, Briefe von Schule und Kita. Die KonMari Methode Papiere gibt hier eine klare Struktur und sorgt dafür, dass dein Papierstapel endlich überschaubar wird.

Warum Papiere oft die schwierigste Kategorie sind

Marie Kondo selbst sagt: „Papiere machen niemals Freude.“
Und genau deshalb ist diese Kategorie eine der herausforderndsten. Denn fast kein Dokument löst positive Gefühle aus – die meisten Papiere sind schlichtweg Pflicht.

Doch genau das macht die KonMari Methode Papiere so wertvoll: Sie zeigt, dass es nicht darum geht, „Freude“ zu empfinden, sondern um Funktionalität und Notwendigkeit.

Die drei Arten von Dokumenten nach Marie Kondo

Damit das Chaos nicht überhandnimmt, empfiehlt Marie Kondo, alle Papiere in nur drei Kategorien einzuteilen:

  1. Aktuell benötigte Papiere
    → alles, was du gerade brauchst, z. B. Formulare für Schule oder Behördengänge.
  2. Wichtige, langfristige Unterlagen
    → Verträge, Versicherungsdokumente, Zeugnisse.
  3. Aufbewahren für unbestimmte Zeit
    → möglichst klein halten! Beispiele: Unterlagen, die rechtlich vorgeschrieben sind.

Alles andere darf gehen. Keine „Vielleicht später“-Stapel, kein endloses Lagern von Werbung oder alten Abrechnungen.

Schritt-für-Schritt: So sortierst du deinen Papierkram

Wenn du nach der KonMari Methode Papiere aussortieren möchtest, gehst du so vor:

  1. Alles auf einen Haufen legen – ja, wirklich ALLES.
  2. Schnell entscheiden: Aktuell? Wichtig? Oder weg?
  3. Abheften oder digitalisieren: Nutze Ordner oder Apps, um nur das Nötigste aufzubewahren.
  4. Papierfrei denken: Viele Unterlagen gibt es heute digital – das spart Platz und Nerven.

Familienunterlagen & Kinderzeichnungen – was darf bleiben?

Als Mama weiß ich: Papiere häufen sich in Familien doppelt schnell. Elternbriefe, Krankenkassen-Unterlagen, Bastelarbeiten und Kinderzeichnungen – alles wirkt wichtig.

Mein Tipp:

  • Wichtige Familienunterlagen (Impfpässe, Geburtsurkunden, Schulunterlagen) extra und griffbereit ablegen.
  • Kinderzeichnungen: Ein paar Highlights behalten, den Rest fotografieren und digital sichern. So bleibt die Erinnerung – ohne Papierberge.

Meine Erfahrungen mit dem Magic Cleaning im Papierstapel

Als ich die KonMari Methode für Papiere angewendet habe, war ich erstaunt, wie viel Ballast ich unbewusst aufbewahrt hatte. Alte Kontoauszüge, längst erledigte Rechnungen, Garantiebelege für Geräte, die wir gar nicht mehr besitzen.

Ich habe für mich entschieden, dass es am besten ist, meine Unterlagen zweigleisig zu organisieren – digital und in Papierform. Digitale Archivierung hat für mich den Vorteil, dass ich jederzeit und überall schnell auf meine Dokumente zugreifen kann. Ich muss keine Ordner durchsuchen, sondern kann einfach nach Stichwörtern suchen und finde sofort, was ich brauche. Außerdem sind digitale Dokumente platzsparend und ich kann sie zusätzlich in der Cloud oder auf einem externen Datenträger sichern, sodass sie auch im Falle eines Schadens an den Papierunterlagen erhalten bleiben.

Trotzdem möchte ich nicht auf die Papierform verzichten. Manche Dokumente muss ich im Original aufbewahren – etwa Verträge, Urkunden oder bestimmte Nachweise. Damit diese nicht im Chaos verschwinden, bewahre ich sie in Hängeregistermappen* in einer Hängeregisterbox* auf. Das hat für mich zwei Vorteile: Zum einen habe ich eine klare Struktur, bei der jedes Dokument seinen festen Platz hat. Zum anderen kann ich Papiere, die ich doch einmal im Original brauche, schnell und ordentlich entnehmen.

Durch diese Kombination fühle ich mich auf der sicheren Seite: digital bin ich flexibel und effizient, und mit den Hängeregistern habe ich eine saubere, greifbare Ordnung für alle wichtigen Originale.

Nach dem Aussortieren:

  • Nur eine kleines Hängeregisterbox mit wichtigen Dokumenten blieb.
  • Der Rest wurde recycelt oder digital gespeichert.
  • Das Gefühl: endlich Leichtigkeit und Überblick – und kein schlechtes Gewissen mehr wegen der Papierstapel.

Von Nicole

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