Bücher sind wundervoll – sie inspirieren, lehren und begleiten uns durchs Leben. Doch manchmal werden sie zur Belastung, wenn Regale überquellen und wir kaum noch wissen, was wir besitzen. Genau hier setzt die KonMari-Methode an.
Heute zeige ich dir, wie du mit der KonMari-Methode Bücher aussortieren kannst, warum zu viele ungelesene Bücher uns stressen, wie du mit Kinderbüchern umgehst – und erzähle von meinen persönlichen Erfahrungen als Mama mit drei Kindern.
Bücher fühlen statt horten
Bei Kleidung fragst du dich: „Macht es mir Freude?“ – und bei Büchern ist es genauso.
Nimm jedes Buch in die Hand und spüre hinein: Weckt es Begeisterung, Neugier, Inspiration? Oder bleibt es neutral, vielleicht sogar schwer?
Marie Kondo empfiehlt, nicht zu sehr rational zu denken („Das könnte ich nochmal lesen…“), sondern auf dein Gefühl zu vertrauen. Ein Buch darf bleiben, wenn es dir Freude bringt – nicht, weil du denkst, du „solltest“ es aufbewahren.
Warum zu viele ungelesene Bücher belasten können
Viele von uns haben Stapel ungelesener Bücher – manche schon seit Jahren. Doch jedes ungelesene Buch sendet eine Botschaft: „Du solltest mich noch lesen.“
Diese stillen Vorwürfe können Stress erzeugen. Statt uns zu inspirieren, blockieren sie uns. Marie Kondo rät:
- Behalte nur Bücher, die dich jetzt (!) interessieren oder dir Freude bereiten.
- Erlaube dir, loszulassen – selbst wenn ein Buch nie gelesen wurde. Es hat dir vielleicht schon beim Kauf Freude geschenkt.
Mit weniger, aber geliebten Büchern wird dein Bücherregal zum Ort der Klarheit – nicht des Drucks.
Umgang mit Kinderbüchern
Als Mama weiß ich: Kinderbücher haben ihre ganz eigene Dynamik. Ständig kommen neue dazu – von der Oma, als Geschenk oder einfach, weil man beim Einkaufen nicht widerstehen konnte.
Tipps für KonMari beim Aussortieren von Kinderbüchern:
- Regelmäßig sortieren: Zu kleine Altersstufen dürfen gehen.
- Kinder mitentscheiden lassen: Lass sie ihre Lieblingsbücher wählen – das macht Spaß und fördert Selbstbestimmung.
- Platz für Neues schaffen: Ein übersichtliches Regal lädt Kinder mehr zum Lesen ein als ein überfülltes und sorgt somit auch für Ordnung im Kinderzimmer
Meine persönlichen Erfahrungen
Als ich die KonMari-Methode auf Bücher angewendet habe, war ich überrascht: Ich hatte deutlich mehr Bücher, als mir bewusst war – viele davon ungelesen.
Der Prozess war befreiend:
- Ich habe nur noch die Bücher behalten, die mich wirklich inspirieren.
- Ungelesene, die mich nicht mehr angesprochen haben, habe ich gespendet.
- Unsere Kinder haben jetzt ein übersichtliches Regal, in dem sie selbständig ihre Favoriten finden.
Das Ergebnis: Ich fühle mich leichter, habe endlich wieder Überblick – und greife viel öfter zu meinen Lieblingsbüchern, weil sie jetzt sichtbar und präsent sind.
Mit der KonMari-Methode Bücher aussortieren bedeutet nicht, alles wegzugeben – sondern einen bewussten Raum für Geschichten, Wissen und Inspiration zu schaffen, die dir und deiner Familie wirklich Freude bereiten.
Ein aufgeräumtes Bücherregal schenkt dir nicht nur mehr Platz, sondern auch mehr innere Klarheit.
Im nächsten Beitrag schauen wir uns die nächste Kategorie an: Papiere – ein Bereich, der oft unterschätzt wird, aber enormes Ordnungspotenzial hat.
