Wenn du mit der KonMari-Methode beginnst, startest du immer mit der Kategorie Kleidung. Und das hat einen guten Grund: Kleidung ist etwas, das wir täglich nutzen, anfassen und spüren. Sie ist vergleichsweise leicht zu bewerten und gibt dir ein gutes Training, um dich an die zentrale Frage der Methode zu gewöhnen:
 „Macht es mir Freude?“

Nun zeige ich dir, warum Kleidung der perfekte Einstieg ist, wie du richtig startest, worauf du achten solltest – und gebe dir ein paar Extra-Tipps für Kinderkleidung im Mama-Alltag.

Warum Kleidung der beste Einstieg ist

Marie Kondo hat bewusst Kleidung als erste Kategorie gewählt. Kleidung ist:

  • nah an uns – wir tragen sie jeden Tag,
  • leichter zu beurteilen als z. B. Erinnerungsstücke,
  • ein gutes Übungsfeld, um das „Freude-Gefühl“ zu erkennen.

Wenn du diese Kategorie konsequent angehst, hast du bereits einen großen Erfolg – das motiviert dich enorm für die nächsten Schritte.

Alles auf einen Haufen – warum das wichtig ist

Der vielleicht ungewöhnlichste Schritt ist, wirklich alle Kleidungsstücke auf einmal zusammenzutragen. Egal ob sie im Kleiderschrank hängen, in Kommoden, auf der Garderobe oder in Kisten im Keller: Alles muss raus. Warum? Weil du nur dann das Gesamtbild siehst. Viele von uns wissen gar nicht genau, wie viele Teile sie besitzen – bis der Berg vor ihnen liegt. Dieser Moment kann überwältigend sein, ist aber entscheidend: Erst wenn du alles beisammen hast, kannst du bewusst auswählen.

Kleidungsstücke bewusst auswählen

Jetzt kommt die wichtigste Frage: „Does it spark joy?“ – „Macht es mich glücklich?“

  • Nimm jedes Teil in die Hand.
  • Spüre hinein: Fühlt es sich gut an? Macht es dich froh? Oder eher schwer?
  • Behalte nur, was Freude bringt.

Praktische Tipps:

  • Vergiss „vielleicht“ nicht: Wenn ein Kleidungsstück nur aus Pflicht oder schlechtem Gewissen bleiben soll – darf es gehen.
  • Qualität statt Quantität: Weniger Teile, die du liebst, sind wertvoller als ein voller Schrank.
  • Dankbarkeit: Bedanke dich bei jedem Teil, das gehen darf. Das macht das Loslassen leichter.

Falttechnik nach Marie Kondo

Ein Herzstück der KonMari-Methode ist die besondere Falttechnik. Statt Kleidung übereinanderzustapeln, werden sie so gefaltet, dass sie stehend nebeneinander in der Schublade stehen. Auch im Kleiderschrank kann diese Technik angewendet werden, wenn die Kleidung in Boxen einsortiert werden.

Diese Falttechnik bietet mehrere Vorteile:

  • Du siehst alle Teile auf einen Blick.
  • Es bleibt ordentlich, auch wenn du etwas herausnimmst.
  • Kleidung nimmt weniger Platz ein.

Besonders für T-Shirts, Hosen, Schlafsachen oder Socken ist diese Technik ein Gamechanger.

Kinderkleidung: Tipps für Mamas

Mit Kindern ist Ordnung eine besondere Herausforderung. Aber auch hier lässt sich KonMari wunderbar anwenden:

  • Regelmäßig ausmisten: Kinder wachsen schnell – zu kleine Sachen dürfen direkt gehen.
  • Kleine Stapel vermeiden: Nutze Boxen oder Schubladen mit der Falttechnik, so haben Kinder leichter den Überblick.
  • Mitentscheiden lassen: Ab einem gewissen Alter können Kinder selbst auswählen, welche Kleidungsstücke sie wirklich mögen. Das macht Spaß und gibt ihnen ein Gefühl für Achtsamkeit.

Mein Tipp: Ein übersichtlicher Kinderkleiderschrank spart morgens enorm Zeit und Nerven – gerade in der Hektik vor Schule oder Kindergarten.


Die Kategorie Kleidung ist der perfekte Einstieg in die KonMari-Methode. Mit jedem Teil, das du bewusst auswählst, trainierst du dein Gefühl für Freude – und machst gleichzeitig deinen Alltag leichter. Ein ordentlicher Kleiderschrank schenkt dir nicht nur mehr Platz, sondern auch mehr Gelassenheit.

Diese Checkliste wird dir helfen:

Im nächsten Beitrag geht es weiter mit der Kategorie Bücher – und der Frage, wie man mit vollen Regalen und ungelesenen Schätzen umgeht.

Von Nicole

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