Ordnung ist nicht nur eine Frage von schönen Boxen oder cleveren Aufbewahrungsideen – sie beginnt mit einer klaren Entscheidung. Genau das macht die KonMari-Methode so besonders: Sie gibt uns nicht nur Tipps zum Aufräumen, sondern eine Art Lebensphilosophie, die nachhaltig wirkt.
In diesem Beitrag zeige ich dir die 6 Grundregeln des Magic Cleaning, die Philosophie dahinter und warum es so wichtig ist, sich nicht nur zu fragen „Brauche ich das noch?“, sondern vor allem: „Macht es mich glücklich?“
Die 6 goldenen Regeln der KonMari-Methode
- Verpflichte dich zum Aufräumen
Aufräumen ist keine spontane Laune, sondern eine bewusste Entscheidung. Wenn du dich klar dafür entscheidest, wird es leichter, dranzubleiben. - Stelle dir dein ideales Leben vor
Bevor du beginnst, überlege dir: Wie möchte ich leben? Wie soll sich mein Zuhause anfühlen? Dieses Bild wird dein innerer Kompass im gesamten Prozess. - Räume nach Kategorien, nicht nach Räumen
Statt „heute die Küche, morgen das Wohnzimmer“, geht KonMari nach Themen vor: Kleidung, Bücher, Papiere, Komono (Kleinkram) und Erinnerungsstücke. So siehst du den gesamten Umfang einer Kategorie – und kannst bessere Entscheidungen treffen. - Halte dich an die richtige Reihenfolge
Die Reihenfolge ist bewusst gewählt: Von leichteren Entscheidungen (Kleidung) zu schwierigeren (Erinnerungsstücke). So übst du das „Freude fühlen“ Schritt für Schritt. - Frage dich bei jedem Gegenstand: „Does it spark joy?“
Macht dich dieser Gegenstand wirklich glücklich? Oder belastet er dich insgeheim? Nur was dir Freude bringt, darf bleiben. - Bedanke dich bei Dingen, die gehen dürfen
Klingt vielleicht ungewohnt, aber Dankbarkeit spielt eine große Rolle. Indem du dich bei einem Gegenstand bedankst, fällt das Loslassen leichter.
Die KonMari-Methode ist mehr als „ausmisten“. Es ist ein achtsamer Umgang mit Dingen. Statt Dinge achtlos wegzuwerfen oder aufzubewahren, schaffst du eine Verbindung zu ihnen. Du erkennst an, dass jedes Teil einmal einen Zweck erfüllt hat – selbst wenn es nur die Erinnerung an einen Fehlkauf war.
Damit verändert sich nicht nur dein Zuhause, sondern auch deine Einstellung: Du wirst achtsamer, entscheidungsfreudiger und klarer in dem, was dir wirklich wichtig ist.
Warum „Freude“ wichtiger ist als „Brauchen“
Viele Aufräum-Methoden basieren auf der Frage: „Brauche ich das noch?“ Doch mal ehrlich: Wir brauchen oft viel weniger, als wir denken. Die Frage nach dem „Brauchen“ führt schnell zu endlosen Rechtfertigungen: Das könnte man vielleicht nochmal anziehen … irgendwann.
Mari Kondo dreht den Spieß um:
Es geht nicht ums „Brauchen“, sondern ums „Lieben“ – ums Glücklichsein.
Denn Dinge, die uns Freude bereiten, nutzen wir automatisch häufiger. Sie geben uns Energie, statt uns zu belasten. Und genau diese Haltung sorgt dafür, dass das Aufräumen dauerhaft Wirkung zeigt.
Die KonMari-Methode ist kein schnelles „Zimmer sauber machen“, sondern eine bewusste Entscheidung für ein leichteres Leben. Die 6 Regeln sind wie ein roter Faden, der dich durch den Prozess führt – und dabei nicht nur dein Zuhause, sondern auch dein Inneres ordnet.
Im nächsten Blogpost steigen wir in die Vorbereitung ein – was du brauchst, um richtig loszulegen, und wie du dich mental und praktisch darauf einstellst.
Hier noch mal eine kleine Checkliste:
